„O Diandle tiaf drunt im Tal, jauchz auffa zu mir amal“
Liebe singerische Leut’ und Sing-Neugierige,
„Da Summa is aus, i muaß abi ins Tal“ – sehr herzlich lade ich Euch zu unserem nächsten SELBER SINGA im Fraunhofer ein. Auch wenn noch einmal heiße Tage kommen, der Sommer nimmt unweigerlich seinen Abschied, und mit ihm auch die Almzeit. Goldene Tage wechseln sich mit aufziehenden Nebeln ab. Da klingen manche Lieder anders, voll Sehnsucht, gar Wehmut mitunter, so mischen wie die Natur auch sie die Farben sanfter, weicher und doch immer wieder satt, warm, leuchtend. „Pfiat di God, scheena Summa, über ’s Birg fliagn scho d’ Schwalbn.“
Farben gilt es jetzt zu sammeln für den Winter, auch singerisch …
„Da oane Summer is ma nia vagessn, hab’n d’ Röserl blüaht wia nia a anders Jahr“ – und so besonders war diese Blüte, weil sie zwei Menschen verbunden hat. Der Bua, der sei „Diandle“ im Tal inständig bittet: „jauchz auffa zu mir amal“, ist von beidem, dem Klang ihrer Stimme ebenso wie dem der Glocken, innig berührt: „und klingan die vom Tal herauf, tuat sich der Himmel auf.“ Mutig und schön, wie feinsinnige Lieder Empfindungen und Gefühle von Liebenden ausdrücken.
Doch nicht nur von solch zarten, auch von kräftigen bis deftigen Farben weiß der Liederherbst zu erzählen.
Lasst Euch überraschen!
„Offen für alle“ ist so gemeint wie gesagt: in lockerer Runde die Stimme frei rauslassen – und lieber einen falschen Ton riskieren als ohne Leidenschaft singen! Zum leichteren Reinfinden werden Lieder und Jodler vorgesungen und gemeinsam erschlossen. Es braucht dazu weder Dialekt, bayerische Wurzeln noch ein ‚Jodeldiplom‘.
Entscheidend ist Eure Lust zum Singen!
Ich freu mich auf Euch und das Singen und Jodeln mit Euch!
Euer Hermann Geyer
Herzliche Empfehlung
Für heuer leider nur noch dieses eine Mal:
Der feine Jodeltreff mit Karin Sommer und Lucia Wagner
im lauschigen Garten der Schwabinger Seidlvilla am Nikolaiplatz 1b
am Mittwoch, den 30. September 2026, von 18.00 bis 19.00 Uhr
Und meine herzliche Empfehlung gilt immer wieder der Wirtshausküche im Fraunhofer.
„Das Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen:
denn sie ist die natürlichste und einfachste Weise,
in der wir ungeteilt da sind und uns ganz mitteilen können –
mit all unseren Erfahrungen, Empfindungen und Hoffnungen.“
Yehudi Menuhin
